Somebody
Sommerregen

Eine Kurzgeschichte von mir. Hab sie vor ein paar Monaten geschrieben. Ist nicht meine erste KG, jedoch einer der ersten. Deshalb erwartet nicht zu viel. xD

Ich hoffe euch gefällt sie, Kritik jeglicher Form ist immer erwünscht! ^^"

 

Sommerregen


Sie strich sich ihr schwarzes Haar aus ihrem bleichen Gesicht und kniete sich auf den kalten Boden der Straße. Die dunklen Wolken waren so plötzlich erschienen, dass es nur einen Wimpernschlag dauerte bis Regen vom Himmel fiel. Jeder einzelne Regentropfen versuchte die kalten Hände des Mädchens zu wärmen. Das Wasser lief ihr Gesicht langsam runter, sie schloss die Augen. Die Tropfen brannten auf ihrem eiskalten Körper. Es tat gut, also genoss sie den Sommerregen.

Sie saß dort gedankenverloren, mit nur dem Gefühl der Leere in sich. Erinnerungen schossen ihr in den Kopf und verschwanden wieder so schnell, dass sie diese nicht einmal vernahm. Ein Geräusch riss sie aus dem jetzigen Augenblick, sie öffnete ihre Augen. Zwei schwarze Pupillen sahen sie fragend an. Das Mädchen streckte ihre Hand aus, die von einer Stupsnase berührt wurde. Langsam strich ihre Hand durch das Fell, während sie sich in den Augen der Katze verlor.


Mir ist kalt. Ich fühle meinen Körper nicht mehr. Wie konnte es nur dazu kommen? Und warum weint der Himmel um mich? Es scheint so, als ob dies nun das Ende wäre. Das Ende des Leidens, der Trauer. Aber auch das der Zuversicht und Freude. Sollte ich jetzt Angst haben oder aber mich freuen? Was nun geschehen wird? Ob ich sie alle wieder sehen werde? So viele Fragen habe ich. Fragen, die wohl schon sehr bald völlig bedeutungslos sein werden. Fragen, die auch viele andere haben. Jedoch werde nur ich die Antworten zu spüren bekommen. Solch eine Ironie. Vielleicht ist es gut, dass ich frage und nichts weiß. Nur macht mir die Unwissenheit Angst. Ich habe Angst vor dem, was mit meinem Leben geschehen wird.


Es hatte sich bereits eine Menschenmenge an der Straße gebildet. Neben einem Auto stand ein zitternder Mann, der bleicher als die Hemden der Ärzte war. Die angeblichen Lebensretter hatten alles versucht. Männer in Uniformen gingen auf den zitternden Mann zu und redeten auf ihn ein. Roter Regen floss die Straße entlang. Eine Katze saß völlig durchnässt auf den Boden und starrte einen leblosen Körper an. Sie ließ ihn nicht aus den Augen. Nicht einmal als eine schwarze Decke auf den Körper gelegt wurde. Und auch nicht als er auf einer Liege in einen Wagen getragen wurde. Die Katze wollte das Mädchen nicht ruhen lassen.

Die Regentropfen tanzten langsam im Wind. So als ob sich jeder einzelne Tropfen freuen würde endlich den Boden zu erreichen und zu zerfließen. Die dunklen Wolken bewegten sich. So plötzlich der Regen erschienen war, so schnell verschwanden er auch. Der Himmel öffnete sich und sogleich schien die Sonne. Die Menschen, die Autos, selbst die Katze verschwand.

Es war vorbei.

15.11.09 02:26
 


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