Somebody
Wünsche bleiben oftmals Wünsche...

Dies hier schrieb ich letzte Nacht. Eigentlich wollte ich es nicht on stellen, obwohl es nicht einmal etwas mit mir zu tun hat. Keine Ahnung wie mir die Idee zu dieser kleinen Geschichte kam. Ich musste meine Gedanken in diesem Moment einfach aufschreiben und griff so zum Notizblock. Naja, vielleicht gefällt es ja jemanden.

 Ich saß in der Dusche, eingekuschelt in meinem Handtuch. Meine Augen, mein Blick starr nach vorn gerichtet. Wassertropfen liefen meinen Rücken runter, jedoch spürte ich sie nicht.

"Ist alles okay?", rief eine Stimme, die mir bekannt vor kam. "Hey, darf ich rein kommen?"

"Ja", flüsterte ich. Die Tür ging auf. Weiter blickte ich gefühlslos und starr nach vorne, sah ihn nicht an.

"Ist alles okay", wiederholte er. "Ja", ich zwang mich zu einem müden Lächeln. Er kniete sich nieder und öffnete die Duschkabine. Ein warmes Lächeln kam mir entgegen. Ich sah ihn an. Seine Augen folgten meinen Blick. Er nahm mich wortlos in die Arme. Wärme war alles, was ich in diesem Moment spürte. Ich lächelte...

Mein Blick wandte sich ab. Einblidung...Vorstellung...Wunsch...wie immer. Mein lächeln verschwand. Er bedeutete mir mehr, als wir beide dachten. 

11.12.08 21:21


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Theodizee

 

Heute war mal wieder ein Tag, an dem man nur nachdenken konnte.

Religion. Wie sehr ich diesen Unterricht hasse. Ich glaube nicht an Gott und diese Lehrerin denkt, dass sie mich mit dummen Sprüchen einschüchtern könnte. Wieso sie mich einschüchtern will? Ich widerspreche ihr und halte sie davon ab der Klasse alles vor zusagen. Natürlich ist das denen egal. Wer will denn schon nachdenken, wenn es einem ohne Nachfrage vorgesagt wird oder man es in einem „heiligen“ Buch nachlesen kann? Wieso versuchen Fragen zu beantworten, die man nicht beantworten kann, wenn alles ein Lehrer einem sagen kann und dies natürlich auch genauso stimmt? Es kann nicht anders sein, der Lehrer hat immer recht. Einer Autoritätsperson widerspricht man nicht!

Somebody told me that I always have to bow
If that was true I would have fallen apart by now

Lostprophets ~ The Fake Sound of Progress


Die erste Zeile sagte mir meine Cousine, als fest stand, dass ich auf die gleiche Schule gehen werde. „Wenn du gute Noten willst und beliebt sein willst, dann sei immer nett zu den Lehrern. Widerspreche nie und mache ihm Komplimente, dann wirst du es weit bringen.“

Von wegen. Natürlich mache ich mich nicht bei Lehrern beliebt, in dem ich dumme Kommentare abgebe und widerspreche anstatt einfach nach zu sagen was sie uns lehren. Diese Zeile sind aber mein Vorsatz. Grundregeln die ich besaß, noch bevor ich das Lied kannte. Niemals werde ich mich jemanden beugen.


Ich komme jedoch vom eigentlichen Gedanken ab. Heute wurde es mal wieder ein wenig philosophisch (Zum Glück, sonst wäre der Unterricht wirklich unerträglich langweilig).

Wir haben ein Blatt mit ein paar Zeilen von Epikur bekommen. Es ging um die Theodizee, die Rechtfertigung des Schöpfers. Genauer: Warum leiden wir wenn Gott allmächtig, all liebend und allwissend ist?


„Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht, oder er kann es und will es nicht, oder er kann es nicht und will es nicht, oder er kann es und will es.

Wenn er nun will und nicht kann, dann ist er schwach, was auf Gott nicht zutrifft.

Wenn er kann und nicht will, dann ist er missgünstig, was ebenfalls Gott fremd ist.

Wenn er nicht will und nicht kann, dann ist er sowohl missgünstig als auch schwach und dann auch nicht Gott.

Wenn er aber will und kann, was alleine sich für Gott ziemt, woher kommen dann die Übel, und warum nimmt er sie nicht weg?“


Damit hat Epikur eine sehr wichtige Frage gestellt, die sich wohl viele schon gestellt haben. Wieso lässt Gott es zu, dass wir leiden, wenn er all liebend (es somit also nicht will) und allmächtig (es somit auch verhindern kann) ist?

Viele sagen jetzt um Erfahrungen zu sammeln. Wenn man sich sein Leid genau ansieht, bemerkt man, dass man daraus für die Zukunft lernt. Aber wenn Gott wirklich eine perfekte Welt erschaffen kann, auf der es kein Leid gibt, wieso tut er es dann nicht? Er liebt uns doch und will nicht das es uns schlecht geht. So sagt es uns jedenfalls die Bibel, das Evangelium.

Auch kann man nicht aus allem Leid lernen. Was ist mit einer Fehlgeburt? Ein Kind, dass bereits gelebt hat und niemals das Licht der Welt erblickt hat!? Gut, es hatte wohl nicht verstanden wo es sich befand, wahrscheinlich auch noch nicht wirklich gefühlt. Aber es war ein Menschenleben, dass aus seinem Leid nichts gelernt hat.

Für mich zeigt das nur mal wieder, dass ein Gott nicht existiert.

Wir wollen nicht begreifen, dass die Menschen das letzte Glied der Nahrungskette sind (streng genommen unterbrechen wir sie somit auch). Es gibt Fragen, die niemand beantworten kann. Sachen die nicht zu 100% erklärbar sind, also muss es etwas übermenschliches geben, dass uns diese Fragen beantworten kann, auch wenn wir diese Antworten nicht verstehen. Ich denke, dass genau so die verschiedenen Religionen entstanden sind. Nicht nur aus den unbeantworteten Fragen, auch suchen wir Hoffnung. Ein Glaube (egal an was) gibt Hoffnung, somit auch der Glaube an einen Gott. Ich denke, dass wir Menschen aus Verzweiflung so etwas erfunden haben.

Damit will ich den Glauben nicht schlecht reden. Nein, er bringt Menschen dazu, andere Menschen zu helfen, er gibt ihnen Hoffnung und macht ihnen das Leben etwas einfacher. Jedoch entstanden wegen der Unterschiede der verschiedenen Glaubensrichtungen auch Kriege, somit starben auch viele.

Alles hat gute, als auch schlechte Seiten.

9.12.08 14:23


"Weihnachtszeit"

Heute ist schon der zweite Advent. Dauert also nicht mehr lange bis Weihnachten ist.

Viele fangen jetzt schon mit dem Stress an und suchen Geschenke für die anderen. Alle sind bereits in Winter und Weihnachtsstimmung. Die Häuser werden geschmückt und Kekse werden gebacken. Alle sind so fröhlich.

Am Weihnachtsabend werden die Menschen mit ihren Familien glücklich am Tisch sitzen und zusammen essen, Geschenke austauschen oder ähnliches.

Ich denke, dass es vielen eher wie mir geht. Man wird vielleicht zusammen essen, aber es wird im Streit enden. Wie immer ist alles nur Show, um wenigstens in der Öffentlichkeit als Familie gesehen zu werden. Der ganze Stress ist umsonst, wenn es an dem Abend nur noch mehr Stress gibt. Ich hasse Weihnachten. Es soll eine glückliche Zeit sein, jedoch...

Wie immer wird durch den Medien, die zu früh mit den Weihnachtszeug anfangen, der angeblichen Familie, der Stress mit der Geschenkesuche (,den ich mir ersparen werde) und den vielen grausamen Weihnachtssongs alles verdorben.

Mir soll es recht sein. Weihnachten ist für mich ein Tag wie jeder andere, ausgenommen die Geschenke und das viele Essen, ist es nur ein weiterer Tag im meinem bedeutungslosen Leben.

7.12.08 18:21


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